Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR

 

In der ehemaligen DDR, gab es Zwangsadoptionen bis weit hinein in die 1980 ziger Jahre, bis kurz vor der Wende. Davon waren mehrere Hundert Familien, denen der Staat einfach die Kinder wegnahm betroffen. Meistens waren die Gründe für die Wegnahme der Kinder, Politische Gründe, wie kritische Äußerungen gegen das SED-Regime oder Republikflucht, und dabei war es egal ob diese nur versucht oder vollendet war. Die DDR schreckte aber auch nicht davor zurück den Müttern die frischgeborenen Kinder gleich nach der Geburt wegzunehmen und dieses mit dem Tod der Säuglinge zu begründen. Ärzte und Schwestern waren dabei willfährige Helfer und in den Fällen wo sich das Personal der Kliniken weigerte, wurde es erpresst und ihnen wurden drastische Strafmaßnahmen angedroht. Es sind einige Fälle bekannt wo die Kinder aus den Kinderwagen heraus entführt wurden oder auf die Mütter wurde Druck ausgeübt und ihnen wurde auf juristischen Wege das Erziehungsrecht entzogen. Zwangsadoptierte Kinder kamen in den meisten Fällen in linientreue Pflege oder Adoptionsfamilien und in allen bekannten Fällen, wurden die Adoptionsakten vom Ministerium der Staatssicherheit (MfS)  entsprechend manipuliert, sodass es den meisten Adoptierten bzw. Zwangsadoptierten Kindern auch nach über 20 Jahren fast unmöglich ist, ihre leiblichen Eltern zu finden.

 

Die Würde des Menschen,

ist Unantastbar

 

              (Artikel 1 des GG) 

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